Marketingbudget planen: mit drei Szenarien statt einer Wunschzahl

Marketingbudget mit vorsichtigen, mittleren und günstigen Annahmen planen. Ein Rechenbeispiel zeigt, welche Grenze wirklich zählt.

Ein Marketingbudget ist belastbarer, wenn es mehrere mögliche Ergebnisse berücksichtigt. Eine einzelne angenommene Abschlussquote kann Sicherheit vortäuschen. Planen Sie deshalb drei Szenarien und halten Sie fest, welche Kosten darin enthalten sind. Die Szenarien sind Entscheidungshilfen, keine Prognosen.

Zuerst den finanziellen Spielraum klären

Entscheidend ist nicht allein der Umsatz eines Neukunden. Ziehen Sie die variablen Leistungskosten ab und berücksichtigen Sie zusätzlich die Kosten seiner Gewinnung. Ein Teil des verbleibenden Betrags muss Fixkosten und Gewinn tragen. Wer den gesamten Deckungsbeitrag für Werbung freigibt, hat dafür keinen Puffer mehr.

Drei Szenarien, eine nachvollziehbare Entscheidung
  1. 1Vorsichtig
    Welche Verluste wären tragbar?
  2. 2Mittel
    Welche eigenen Daten stützen die Annahme?
  3. 3Günstig
    Kann das Team die Nachfrage bedienen?

Trennen Sie außerdem Budget und verfügbare Liquidität. Eine Kampagne kann rechnerisch rentabel sein, obwohl Zahlungen erst später eingehen. Legen Sie fest, wie viel Geld bis dahin tatsächlich eingesetzt werden darf und wie viele Anfragen Ihr Team bearbeiten kann.

Drei Annahmen durchrechnen

Das folgende Beispiel ist frei gewählt: 100 Anfragen kosten zusammen 3.000 Euro. Für die Bearbeitung werden weitere 2.000 Euro angesetzt. Pro gewonnenem Kunden bleiben vor diesen Akquisekosten 1.000 Euro Deckungsbeitrag.

SzenarioNeukunden aus 100 AnfragenAkquisekosten je NeukundeRest nach Akquisekosten insgesamt
Vorsichtig51.000 Euro0 Euro
Mittlere Annahme10500 Euro5.000 Euro
Günstig15rund 333 Euro10.000 Euro

Der Rest ist kein Unternehmensgewinn: Noch nicht berücksichtigte Fixkosten fehlen. Die Werte sind keine Branchenbenchmarks. Wählen Sie Ihre Annahmen möglichst aus eigenen, vergleichbaren Fällen und kennzeichnen Sie unbekannte Größen.

Die empfindlichste Annahme finden

Verändern Sie zunächst nur eine Größe, etwa die Quote von Anfrage zu Kunde. Danach prüfen Sie die Bearbeitungskosten und den Deckungsbeitrag. So erkennen Sie, welcher Wert Ihre Entscheidung am stärksten verändert. Wenn bereits eine kleine Verschlechterung die Kalkulation kippt, ist ein großer Startumfang schwer zu begründen.

Der Conversion-Rechner unter dem Beitrag berechnet die Abschlussquote sowie Kosten je Lead und Abschluss aus Leadzahl, gewonnenen Abschlüssen und den eingegebenen Kosten. Ergänzen Sie für Ihre Budgetentscheidung die internen Kosten und den Deckungsbeitrag separat. Das Rechenergebnis ersetzt weder eine vollständige Kalkulation noch belastbare Eingangsdaten.

Eine Regel für die Freigabe festhalten

Definieren Sie Testbudget, Beobachtungsdauer und einen Verantwortlichen. Prüfen Sie bei der Auswertung sowohl den bisherigen Zahlungsfluss als auch offene Verkaufsfälle. Eine Erhöhung passt erst, wenn Bearbeitungskapazität und Daten sie tragen. Bleibt nur das günstige Szenario wirtschaftlich, sollten Sie die Annahmen oder das Angebot überarbeiten, bevor Sie den Einsatz vergrößern.

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Mit Ihren Zahlen rechnen

Conversion-Rechner

Berechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen, wie viele Leads zu Abschlüssen werden und welche Kosten dabei entstehen.

Die Startwerte sind ein Rechenbeispiel. Verwenden Sie Leads und daraus gewonnene Abschlüsse derselben Gruppe und desselben Stichtags. Die Kostenrechnung umfasst nur den eingegebenen Betrag.

Ihre Zeit ist wertvoll. So wie unsere Leads.

Deshalb ist der Weg zu hochwertigen Kontakten klar strukturiert und effizient: In nur drei Schritten gelangen Sie zu geprüften Leads, mit denen Sie sofort in die Kundengewinnung starten können.