YMYL (Your Money or Your Life)

YMYL (Your Money or Your Life) ist Googles Bezeichnung für Themen, die Gesundheit, finanzielle Stabilität oder Sicherheit von Menschen sowie das Wohlergehen der Gesellschaft betreffen. Google beschreibt in seiner Dokumentation für Website-Betreiber, dass die eigenen Systeme bei solchen Themen Inhalte mit einem hohen Maß an Erfahrung, Sachkompetenz und Vertrauenswürdigkeit noch stärker gewichten. Ratgeber zu Geldanlage, Altersvorsorge oder Versicherungen berühren die finanzielle Stabilität ihrer Leser und gehören damit in diesen Bereich.


Bedeutung

YMYL ist eng mit dem Konzept E-E-A-T verbunden: Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness. Nach Googles Darstellung ist Vertrauenswürdigkeit dabei der wichtigste Aspekt. Für YMYL-Themen formuliert Google eine zusätzliche Anforderung: Die Inhalte müssen sehr genau sein und mit dem etablierten Expertenkonsens übereinstimmen.

Ausführlich beschrieben werden die Kriterien in den Search Quality Rater Guidelines. Nach diesen Richtlinien bewerten Suchqualitätsevaluatoren die Ergebnisse der Google-Suche. Google nutzt diese Bewertungen nach eigener Aussage, um zu prüfen, ob Änderungen an den Algorithmen wie gewünscht funktionieren.

Beispiel: Ratgeber zur Geldanlage

Ein Ratgeberportal veröffentlicht einen Artikel über nachhaltige Fonds. Der Text erklärt Begriffe, Kosten und Risiken, nennt den Verfasser mit seinem fachlichen Hintergrund und verlinkt die verwendeten Quellen. Zusätzlich ist erkennbar, wer hinter dem Portal steht und wie es sich finanziert. Leser können so einschätzen, wer die Informationen verantwortet und warum der Inhalt existiert.

Prüfliste für YMYL-Inhalte

Die folgenden Punkte orientieren sich an Googles Leitfragen nach dem „Wer, wie und warum“ eines Inhalts:

  • Eindeutige Verfasserangabe mit Informationen zu Hintergrund und Fachgebiet.
  • Klare Quellenangaben und Belege für zentrale Aussagen.
  • Sachlich korrekte Darstellung, die dem anerkannten Fachkonsens entspricht.
  • Hintergrundinformationen zur Website, etwa über eine Seite „Über uns“.
  • Offenlegung, wenn Automatisierung oder KI an der Erstellung beteiligt war und Leser das fragen könnten.
  • Ein erkennbarer Zweck: Lesern helfen, nicht in erster Linie Suchmaschinenbesuche erzeugen.

Typischer Fehler: Vertrauen nur behaupten

Ein häufiger Fehler ist der Versuch, Kompetenz vorzutäuschen. Google nennt ausdrücklich Autorenprofile mit KI-generierten Porträtfotos, erfundenen Namen oder falschen Referenzen als Form der Täuschung, die eine Seite für Nutzer und automatisierte Qualitätssysteme unglaubwürdig macht. Ähnlich kritisch sieht Google, wenn das Datum einer Seite geändert wird, damit sie aktuell wirkt, obwohl sich der Inhalt nicht wesentlich verändert hat.

Ist YMYL ein Ranking-Faktor?

YMYL beschreibt eine Gruppe von Themen, keinen einzelnen Messwert. Auch E-E-A-T ist laut Google kein spezifischer Ranking-Faktor, sondern eine Mischung von Merkmalen, an denen sich vertrauenswürdige Inhalte erkennen lassen. Für Finanz- und Versicherungsratgeber heißt das: Genauigkeit, Belege und Transparenz sind Grundvoraussetzung.


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